Kreislaufwirtschaft
Kurz gesagt: Kreislaufwirtschaft bezeichnet ein Wirtschaftsmodell, in dem Produkte und Rohstoffe möglichst lange genutzt, repariert, wiederverwendet und recycelt werden.
Kreislaufwirtschaft ist ein Konzept, bei dem Produkte, Materialien und Ressourcen so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf gehalten werden. Es steht der linearen Wirtschaft gegenüber, die nach dem Muster Herstellen, Nutzen, Wegwerfen funktioniert. Wichtige Bausteine sind langlebiges Design, Reparatur, Wiederverwendung, Aufarbeitung und Recycling.
Rechtlich ist die Kreislaufwirtschaft in Deutschland im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankert, das die europäische Abfallrahmenrichtlinie umsetzt. Die Abfallhierarchie priorisiert Vermeidung vor Wiederverwendung, Recycling, sonstiger Verwertung und Beseitigung. Hinzu kommen produktbezogene Regeln wie das ElektroG, das Verpackungsgesetz oder das Batterierecht.
Für Entrümpelungen heißt das konkret: Gebrauchsfähige Möbel und Hausrat sollten weitergegeben, Metalle und Elektrogeräte stofflich verwertet und nur der Rest beseitigt werden. Sozialkaufhäuser, Möbelbörsen, Reparaturinitiativen und Schrotthandel sind Beispiele für Akteure der Kreislaufwirtschaft. Für Auftraggeber lohnt sich die Frage, welcher Anteil der Gegenstände verwertet wird und wie das dokumentiert wird. Auf politischer Ebene wird das Thema durch den europäischen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft und nationale Strategien weiterentwickelt, die Vorgaben können sich daher ändern.
Rechtsgrundlage/Quelle: Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG, KrWG
Verwandte Begriffe
- Kreislaufwirtschaftsgesetz – Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ist das zentrale deutsche Abfallgesetz und legt Abfallhierarchie, Pflichten von Erzeugern und Entsorgern sowie Überwachung fest.
- Abfallhierarchie – Die Abfallhierarchie legt in fünf Stufen fest, welche Maßnahmen Vorrang haben: Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung und Beseitigung.
- Vorbereitung zur Wiederverwendung – Vorbereitung zur Wiederverwendung umfasst Prüfung, Reinigung oder Reparatur von Abfällen, sodass sie ohne weitere Vorbehandlung wieder als Produkt genutzt werden können.
- Upcycling – Upcycling bedeutet, aus Abfall oder gebrauchten Gegenständen neue Produkte höherer Wertigkeit herzustellen, ohne das Material vorher zu zerstören.
- Sozialkaufhaus – Ein Sozialkaufhaus ist ein meist gemeinnütziges Gebrauchtwarenkaufhaus, das gut erhaltene Möbel und Hausrat günstig abgibt und oft Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte betreibt.
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