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Nachlassauflösung

Die Nachlassauflösung räumt und verwertet den Hausrat eines Verstorbenen im Einvernehmen der Erben und unter Beachtung rechtlicher Pflichten.

Bei einer Nachlassauflösung wird der Hausrat eines Verstorbenen nach Abstimmung der Erben erfasst, verteilt, verwertet und entsorgt. Vorab sollten Erbfolge, Verfügungsberechtigung und mögliche Schulden geklärt sein, denn vorschnelle Verfügungen können rechtliche Folgen haben. Wertgegenstände, Dokumente und Erinnerungsstücke werden gesichert. Verwertbares wird angekauft, gespendet oder angerechnet, der Rest fachgerecht entsorgt. Ein erfahrener Betrieb dokumentiert Wertgegenstände und Verwertung transparent, damit alle Erben die Abwicklung nachvollziehen können.

Ablauf

  1. Erbfolge und Berechtigung klären
  2. Fristen wie die Ausschlagungsfrist beachten
  3. Wertsachen, Dokumente und Erinnerungsstücke sichern
  4. Besichtigung und Festpreisangebot einholen
  5. Verwertung, Räumung und Entsorgung durchführen
  6. Übergabe und Dokumentation an die Erben

Was den Preis bestimmt

  • Menge und Zustand des Hausrats
  • Anzahl der beteiligten Erben und Abstimmungsaufwand
  • Wert verwertbarer Gegenstände und Antiquitäten
  • Zugang und Zustand der Immobilie
  • Reinigungs- und Entsorgungsaufwand

Die Menge schätzt der Volumen-Rechner; feste Preise entstehen erst mit dem Angebot nach Besichtigung.

Tipps aus der Praxis

  • Alle Erben einbinden und Entscheidungen schriftlich festhalten
  • Bei Zweifel an der Überschuldung vorab Rechtsrat einholen
  • Ausschlagungsfrist von sechs Wochen im Blick behalten
  • Bei unbekannten Erben das Nachlassgericht kontaktieren

Begriffe: Nachlass · Erbengemeinschaft · Ausschlagung · Nachlasspfleger · Nachlassgericht

Häufige Fragen

Darf ich den Nachlass vor Annahme räumen?

Vorsicht: Verwertung oder Verschenken kann als Annahme der Erbschaft gelten. Unaufschiebbare Sicherungsmaßnahmen sind meist unproblematisch.

Wie lange habe ich Zeit zur Ausschlagung?

In der Regel sechs Wochen ab Kenntnis vom Erbfall und Berufungsgrund, bei Auslandsbezug sechs Monate. Die Frist beginnt erst mit sicherer Kenntnis, und ein Versäumnis gilt als Annahme der Erbschaft.

Was tun bei unbekannten Erben?

Das Nachlassgericht kann einen Nachlasspfleger bestellen, der den Nachlass sichert und verwaltet. Der Pfleger kann auch eine Haushaltsauflösung beauftragen, teilweise mit Genehmigung des Gerichts.

Wer bezahlt die Auflösung?

In der Regel der Nachlass beziehungsweise die Erben. Die Kosten können bei Nachlassabwicklung berücksichtigt werden.

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